Reiseführer Lago Maggiore - Sesto Calende
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Sesto Calende (10.000 Einwohner), das römische Sextum Calendarum, liegt am Ausfluß des Ticino am Südende des Lago Maggiore und bereits am nördlichen Rand der norditalienischen Tiefebene. Von ihrer alten Geschichte und großen Bedeutung am Ticino-Übergang finden sich in der heutigen Industriestadt nur noch wenige Spuren. |
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Auf das 9. Jahrhundert geht die Abtei San Donato zurück mit der Kirche San Vincenzo aus dem frühen 12. Jahrhundert. Zwar wurde die Kirche im Innern barockisiert, aber Vorhalle, Kapitelle und Krypta lassen noch deutlich die romanischen Grundstrukturen erkennen. Die Fresken in der Nordapsis entstanden in der späten Gotik.
Südlich bzw. südöstlich von Sesto Calende bildet der Ticino ein noch weitgehend unberührtes und intaktes Biotop. Das große Naturschutzgebiet "Parco Regionale della Valle del Ticino" bietet in seinen Auen auf beiden Seiten des Flusses Lebensraum für viele andernorts längst vom Aussterben bedrohten Tier- und vor allem Vogelarten. Der Park und das Flußufer eignen sich für lange Spaziergänge, Radtouren und zum Fahren mit Rollerblades bzw. Inline-Skates.
Für Bahnreisende liegt Sesto Calende zentral:
- Nach Norden führt eine Bahnlinie am Ostufer des Sees entlang über Laveno und Luino bis Bellinzona.
- Nach Süden führt eine Bahnlinie direkt nach Mailand und eine andere nach Novara und
- nach Nordwesten führt eine Bahnlinie am Westufer des Lago Maggiore entlang über Arona und Stresa bis nach Domodossola.
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